Praxistage für 10A-Klassen und Förderschüler bewährten sich – in mehrfacher Hinsicht!

Nach Abschluss des ersten Projektjahres können wir dies mit Fug und Recht behaupten, denn:

28% der am Projekt beteiligten 10A-Hauptschüler erhielten bis jetzt einen Ausbildungsplatz. Und dass, obwohl 10A-Hauptschüler üblicherweise kaum mehr Chancen auf eine Ausbildungsstelle haben. Der überdurchschnittlich hohe Anteil der jungen Migrantinnen und Migranten in den 10A-Klassen macht die Thematik zusätzlich schwierig.

Um so erfreulicher wiegt die Tatsache, dass nicht nur die vermittelten Jugendlichen von den Praxistagen profitierten. Diejenigen, die – leider – keinen Ausbildungsplatz bekommen haben, nutzten den Praxistag, um ihre Vorstellungen vom Berufsleben zu korrigieren und haben gelernt, ihren Traumberuf realistischer zu sehen. Sie haben erfahren, wie unerlässlich wichtig fachliche, persönliche und soziale Kompetenzen sind, wie z.B. Leistungsbereitschaft, Zuverlässigkeit und Ausdauer sowie Kooperationsbereitschaft, Teamgeist und das Beachten von Regeln im Umgang mit Kunden und Kollegen.

So löste der Praxistag bei den Schülern auch so manchen Motivationsschub aus:

  • Die Leistungsbereitschaft in der Schule hat zugenommen, da fachliche Kompetenzen z.B. in Deutsch und Mathematik unerlässlich sind.

  • Das Interesse an einem guten Abschlusszeugnis ist gestiegen.

  • Die Berufswahl fällt vielen Schülern schließlich leichter.

Alle Schüler, die keine Ausbildungsstelle gefunden haben, konnten in sinnvolle Anschlussmaßnahmen wie z.B. Berufsgrundschul- oder Werkstattjahr wechseln.

Unterm Strich bleibt festzuhalten:
Dieses Projekt, das auf Initiative und durch dauerhafte Unterstützung der „Stiftung Kultur und Bildung“ entstanden ist und durch äußerst engagierte Lehrer unterstützt wurde, hat sein Ziel – Stand heute – ganz und gar erreicht. Mittlerweile befindet sich das Projekt schon in der 2. Runde.