Das Konzept als Grundlage des Projektes
Hintergrund des Projekts ist die PISA-Studie, die bei Schülern aller Schulformen gerade im Bereich der Lesefertigkeit dramatische Lücken aufdeckte. Danach erreichten nicht einmal 10 Prozent der deutschen Schüler die erste Stufe der Lesefähigkeit, weitere 13 Prozent erreichten gerade eben diese Stufe. Das bedeutet, 23 Prozent der Jugendlichen gelten als „Risikoschüler“, denen die wichtigste Voraussetzung zum Lernen fehlt: das Lesen. Etwa die Hälfte dieser „Risikogruppe“ besucht Hauptschulen.
Ziel der Initiative war und ist es, die Lesefertigkeit der Schüler zu verbessern und damit die Chancen zu erhöhen, nach dem Hauptschulabschluss einen adäquaten Ausbildungsplatz zu finden.
Hier ergänzt das Projekt „Lesen(d) Lernen“ die Ausrichtung der Stiftungsinitiative der Stadtsparkasse Oberhausen. Bereits mit dem erfolgreichen Stiftungsprojekt „Praxistag – Lernen im Betrieb“ wurde die Vermittlungsquote der Oberhausener Hauptschüler deutlich verbessert.
Der Unterricht in den jeweiligen Fördergruppen wird konzeptionell unter der Leitung von Prof. Dr. Marion Bönnighausen durch Germanistik-Studenten der Universität Münster gestaltet, die für diese Tätigkeit intensiv geschult werden. Mit Hilfe verschiedener Strategien und Techniken zum Textverständnis, die sich deutlich vom Frontalunterricht des sonstigen Schulsystems abheben, wird die Lesefertigkeit und das Leseverhalten der Schüler bereits frühzeitig überprüft und zukunftsorientiert gefördert. Zweimal in der Woche erfolgt in dieser Form für die beteiligten Schüler ein zusätzlicher Unterricht, der sich inhaltlich an den aktuellen Lehrstoffen orientiert. „Lesepässe“ für die einzelnen Projektteilnehmer sowie ständig aktualisierte Bücherkisten in den Gruppen attraktivieren die Lesefreudigkeit der Teilnehmer.


